Green IT 2010 - wo IT noch nicht so grün ist!
Green IT 2010, ist das noch ein Trend oder nur ein holes Buzzword? Wir würden klar sagen, dass es ein starker Trend ist, dem es sich nach wie vor zu folgen lohnt und dem nach wie vor viele Firmen folgen.
Speziell im Bereich Rechenzentren passierte und passiert unheimlich viel hinsichtlich Energieffizienz:
Freie Kühlung, Warmgangeinhausung, Cloud-Computing, Abwärmenutzung, um nur einige Schlagworte zu nennen. Auch rüsten Firmen und Institutionen mit vielen Desktoparbeitsplätzen massiv auf Thin Clients um und können damit oft mehrere große ökonomische und ökologische Verbesserungen mit einem Mal erreichen (geringerer Strombedarf, geringere Abwärme, zentralisierter Support …).
Auch private Nutzer lernen immer mehr, dass es statt eines überdimensionierten Tower-PCs auch ein kleiner Desktop-Rechner oder gar Notebook tut, dass eine sparsame 2,5 Zoll-Festplatte das gleiche leistet wie eine große 3,5 Zoll-Platte und dass heutige Embedded-Grafikkarten für die allermeisten Anwendungsbreiche ausreichen. Dazu vollbringen noch die Monitorhersteller mit wirklich großen Monitoren, die dank LED-Beleuchtung kaum noch 20 Watt Leistungsaufnahme haben, wahre Wunder. Es ist also heute ein leichtes einen leistungsfähigen Desktoparbeitsplatz mit um die 40-60 Watt Leistungsaufnahme zu betreiben, weniger als die meisten Glühbirnen benötigen.
Und da erst mit Ökostrom IT wirklich grün wird, folgen auch diesem Trend schon viele IT-Firmen und verwenden nur noch 100 % (mehr oder weniger grünen) Ökostrom. Allen voran die Hostingbranche scheint hier auch die positiven Imageeffekte inzwischen erkannt zu haben.
Wovon die IT-Branche allerdings meistens nicht so gerne spricht und wo auch die Hardware-Käufer nicht genau hingucken, weil es bei Ihnen keine laufenden Kosten verursacht ist:
Die Herstellung und das Recycling von IT.
Bezüglich Herstellung und Recycling von IT gibt es bisher nur wenige Green IT-Projekte und praktisch gar keine Labels, die hier effizienten Umgang mit Ressourcen auszeichnen und fördern.
Welcher Hersteller kommt mit wirklich wenig Energie bei der Herstellung von IT aus? Wo wird alte IT recyclet? Was kostet dies an Ressourcen? Wie könnte man IT-Herstellungsprozesse und IT-Recycling energetisch optimieren? Wie kann man weiter Schadstoffe bei der Herstellung von IT verringern? Wie Grün ist die Herstellung und das Recycling von IT?
Welcher Hardware-Hersteller verwenden Ökostrom? Welche Arbeitsbedingungen herrschen bei der IT-Herstellung und dem Recycling von IT?
Diese Fragen sind es, die 2010 nach wie vor sehr akut sind und mehr in den Fokus aller IT-Anwender rücken sollten.
Wir hoffen, dazu einen kleinen Beitrag leisten zu können und freuen uns auf das Feedback unserer Leser, die vielleicht zu einer der obigen Fragen erste Antworten geben können.





Am 29. Mai 2010 um 15:53 Uhr
Mich würden positive Nachrichten bei Recycling und Herstellung von IT-Produkten oder Firmen, die so etwas betreiben, auch interessieren. Negativschlagzeilen sind wir ja schon gewohnt, siehe ipad und Selbstmorde in China.