Bericht vom Tech Forum “Grüne IT - mehr als ein Hype”
Grüne-IT.de war am 1.4. auf dem Tech-Forum “Grüne IT - mehr als ein Hype” von konradin-events. Darüber wollen wir unsere Eindrücke und ein paar nennenswerten Punkte berichten:
Die Veranstaltung war sehr professionell organisiert und wenn man mal davon absieht dass der Flughafen München äußerst weit außerhalb der Stadt München ist, sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, über 100 Teilnehmer und die meisten Vorträge hatten ein hohes Niveau.
Vormittags gab es zunächst einen Überblick über die Möglichkeiten der Grünen IT, mit dem Titel “Rechenzentren im Wandel der Zeit” vorgetragen von Jens Dittrich von der dvt Consulting AG. Hier wurden diverse Kniffe zur Energieeinsparung vorgestellt und über deren Sinn und Umsetzbarkeit referiert, z.B. über abgeschlossen Kalte-/Warme-Gänge im RZ oder Temperaturerhöhung oder Freie Kühlung und anderes mehr.
Anschließend folgten Vorträge der Firmen Leoni Kerpen, Tyco und Corning. Dabei wurde ausführlich über die Problematiken diverser Verkabelungstechniken in Rechenzentren berichtet. Auch wurde die Diskussion geführt in wie weit Kupfer- bzw. Glasfaserleitungen sinnvoll sind. Hier war die Glasfaser im Gesamtressourcenverbrauch deutlich dem Kupferkabel überlegen, besonders auch hinsichtlich höheren Bandbreiten, die in der Zukunft zu erwarten sind. Corning bietet hier ein System an, bei dessen Bandbreiten-Upgrade nur einige Stecker und Adapter ausgetauscht werden müssen. Auch bieten sowohl Leoni Kerpen als auch Corning Lösungen an, mit denen der Kabelsalat im RZ möglichst reduziert werden kann und somit auch der Luftduchsatz und die Energie für die Kühlung optimiert werden kann. Tyco stelle schließlich ein hardwarebasiertes System zur Echzeitanalyse der belegten Ports respektive installierter Hardware im Rechenzentrum vor, welches über umfangreiche Analysemöglichkeiten verfügt, so dass bei Analysen hinsichtlich Stromverbrauch ein hochaktuelles und ganzheitliches Bild der RZ/Netz-Infrastruktur erstellt werden kann.
Am nachmittag stellten schließlich noch die Firmen Foundry, Emerson und Alcatel-Lucent ihre Techniken für ein “grüneres Rechenzentrum” vor. Dabei berichtete Alcatel-Lucent mit einigen interessanten Zahlen aus einem eigenen Rechenzentrum bei Paris.
Im letzten und wohl zukuftsweisenden Vortrag, von der Bristish Telecom, stellten deren Vertreter, die “Better World”-Strategie der Bristish Telecom vor, welche in den kommenden Jahren drastische CO-Einsparung zur Folge haben soll. Unter anderem wird die British Telecom hierfür einen Windpark mit 250 MW geplanter Leistung errichten, um so 25 % ihres Stromes selbst zu decken. Dabei kamen interessante Fragen auf, wie z.B. kleine Rechenzentrums-Betreiber auch Windanlagen zur Eigenversorgung errichten könnten? Am besten machbar ist dies wohl durch Kooperation mit Bürgeranlagen.
In den sinnvoll verteilten Pausen war immer wieder Gelegenheit mit den Firmenvertretern ins Gespräch zu kommen und individuelle Fragen zu stellen. Alles in allem eine gelungene und sehr interessante Veranstaltung zum Thema Grüne IT.




