IIR-Konferenz “Energieeffizienz in IT & RZ” im Oktober 2007
Die Energieeffizienz der eingesetzten IT-Infrastruktur zu steigern, ist ein Ansatz, um Kosten im Unternehmen zu sparen. Außerdem entspricht eine eingesparte Kilowattstunde des durchschnittlichen deutschen Strommix rund 600 Gramm CO2. Nach Berechnungen von Gartner gehen zwei Prozent der weltweiten Kohlendioxid-Produktion auf das Konto der IT. Ansätze zum Stromsparen werden auf der Konferenz “Energieeffizienz in IT & RZ” der IIR Deutschland GmbH vom 16. bis 17. Oktober 2007 in Offenbach bei Frankfurt am Main vorgestellt.
Anwenderberichte aus der Praxis und Konzepte rund um Energieeffizienz in Rechenzentrum und Office-Infrastruktur stehen im Mittelpunkt der Konferenz, die von zwei ganztägigen Workshops zu den Themen „Wege zum energieeffizienten Rechenzentrum” und „Energiesparende IT im Office” flankiert wird.
In der Keynote zum Auftakt präsentiert Bernhard Przywara, Mitglied im Konsortium des EU-Projekts Energieeffiziente Server, Ergebnisse einer Analyse der Situation im EU-Raum. Diese Zwischenergebnisse des Projektes umfassen Zahlen zu Energieverbrauch, mögliche Einsparpotenziale und können somit als Benchmarks dienen.
Rechenzentren gelten als Energie-Verbrauchsschwerpunkt in Bürogebäuden und die Serverfarmen wachsen stetig – nicht erst seit dem Hype um Web2.0. Zusätzlicher Strombedarf führt hier zwangsläufig zu mehr Abwärme, die wiederum stromintensiv heruntergekühlt werden muss. Ein Teufelskreis, der in letzter Konsequenz an die Grenzen des technisch Machbaren führt. Einsparpotenziale liegen darin, Energie verbrauchende Kühlungssysteme richtig zu dimensionieren und mit geschickten Floor Layout-Konzepten gegen die HotSpot-Problematik anzugehen. Naturgemäß sinkt der Energieverbrauch der Klimaanlagen auch bei einer Erhöhung der Raumtemperatur oder bei freier Kühlung mit Außenluft. Und: Warum nicht die in den Serverräumen erzeugte Abwärme anderswo als Fernwärme zum Heizen nutzen? Experten berichten, wie sie den gestiegenen Leistungsanforderungen und dem Hitzeproblem im Data Center begegnet sind – von der Verbrauchsmessung bis hin zu Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.
Die Einsparpotentiale im Büro werden am zweiten Tag der Konferenz genauer beleuchtet, denn hier lässt sich Energieeffizienz nicht erst als Kriterium bei der Neuanschaffung von Geräten berücksichtigen. Enorm ist der Einfluss des Nutzerverhaltens: Wer softwareseitige Energieeinspar-Optionen für den Stand-by-Bertrieb wirkungsvoll nutzt und Schein-Aus-Zustände vermeidet, kann schmerzlos Kosten senken.
Zum Abschluss der Veranstaltung geht Andreas von Saldern, Geschäftsführer der ESolutions GmbH, auf die Relevanz der Entwicklungen der CO2-Thematik für die IT ein: Von Kyoto-Protokoll und Emissionsrechtehandel bis hin zu neuesten Entwicklungen wie Carbon-Labelling oder dem CO2-Footprint.
Weitere Informationen: www.it-energieeffizienz.de




